Ausländerfrage

Herr Ezgür studiert hier in der Gegend. Wenn es spät wird, bestellt er gern ein Sammeltaxi.

„N’Abend, Stotel?“

„Si, immer rein in die Gute Stube!“

„HerrTaxifahrer, stellen sie sich vor, sie wären in die Türkei ausgewandert und Erdogan würde ihnen sagen, das sie jetzt nur noch türkisch sprechen sollen, auch mit ihrem Vater!?“

„Hab’s mir vorgestellt. Es geht um die Aussage der CSU, nicht? Mir schreibt niemand vor, welche Sprache ich spreche. Als nächstes ist dann denken und träumen in der Muttersprache verboten!?“

Nieder mit Politikern, die Morgens aufwachen und sich so einen Scheiß aus dem Hirn drehen!

11 Kommentare

auf “Ausländerfrage
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  1. Och ja, ich find das auch nicht gut! Als ob wir keine größeren Sorgen hätten! Was ist zB mit dem bayerischen Dialekt? Sorry, den find ich schmarnn, da soll`s zu Hause doch bitt´schön Hochdeutsch sprechen, ja?
    Und fluchen bitte nur kindertauglich – und zwar auch in kinderloses Haushalten, weil draußen sind ja auch Kinder.
    So, und jetzt muss ich los, ich wollte nämlich noch ausarbeiten, wie und wie oft meine zukünftigen Untertanen in ihren eigenen 4 Wänden miteinander knuspern dürfen.
    Fall einer noch Ideen hat: Immer her damit!

    • Zu meiner besten Zeit war in den eigenen 4 Wänden eigentlich immer von „knöpern“ die Rede! Wie vollzieht man „knuspern und warum muss ich untertänig sein?
      Prinzipiell, finde ich, darf eigentlich jeder so oft wie er möchte, solange der Partner auch in Stimmung ist. Außerdem werden dabei, soweit mir bekannt ist, Kalorien abgebaut. 🙂

  2. Natürlich ist es vollkommen abwegig von Mitbürgern mit Migrationshintergrund zu verlangen auch in der Familie Deutsch zu sprechen. Dennoch ist die Beherrschung der Landessprache Voraussetzung für die Integration in einem fremden Land. Das der EuGH in einem Urteil die Verpflichtung für nachreisende Familienmitglieder Deutschkurse zu besuchen als rechtswidrig verurteilt hat, konterkariert die Bemühungen unserer Regierung Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Land zu integrieren. Das betrifft im hohen Maße nachreisende Ehefrauen. In unserem Land leben Frauen aus der Türkei die selbst nach 25 Jahren Aufenthalt in Deutschland noch nicht einmal über Grundkenntnisse in unserer Sprache verfügen und die zu jedem Arztbesuch von ihren Kindern als Übersetzer begleitet werden müssen. Wer hier in diesem Land dauerhaft sesshaft werden möchte, wer hier arbeiten und Geld verdienen möchte, wer hier seine Kinder zur Schule schicken will, damit sie später mal eine gute Ausbildung bekommen und einen Beruf ergreifen können, der muss Deutsch lernen. Und wenn man solche „Unanständigkeiten“ erwartet, dann ist man immer gleich ein Nazi.

    • Ich finde es persönlich auch besser, das hier lebende Menschen wenigstens eine solche Menge an Vokabeln auf dem Zettel haben, damit man sich über alltägliche Dinge unterhalten könnte.
      Zu meinem Bedauern benötigen die Deutschen dann gleich wieder ein Gesetz, das regelt, wer was zu lernen hat. Der Grund dafür ist ein sehr blöder. Ohne Gesetz erklärt sich keine Behörde bereit, oder wenigstens nur unter massivem Widerstand und provisorisch, die Kosten für die Maßnahmen zu tragen!

      Ein Flüchtling aus Burkina Faso, ein Stammfahrgast seit 4 Jahren, bekommt einfach nicht den Status der ihn berechtigt, hier eine Zukunft aufzubauen. Er hat verschiedene Deutschkurse besucht und spricht so gut, das er am Telefon schon als „Deutscher“ durchgeht.

      Mittlerweile 30 Jahre alt, überlegt er, wieder in seine Heimat zu gehen, da er hier nicht die Mittel hat, eine Familie zu gründen, obwohl ihm es ihm dort ganz sicher Repressalien drohten.

      Wir halten die Lernwilligen zu lange hin. Wenn sie erst an den „Tropf“ gewöhnt sind, fällt es dann schwer, mit dem Arsch hoch zu kommen. Genau so, wie bei den „richtigen“ Deutschen, die erst mit 25 merken, das sich der Handy nicht von allein auflädt, wenn Mutti nicht mehr zahlt!

      Und wenn Menschen einfach keine Affinität zu unserer Sprache haben, so, wie die älteren Jahrgänge nachgereister Familienmitglieder, dann lass sie doch einfach in Ruhe. Es ist eine aussterbende Minderheit.

      Ich bin in der nähe von Friedland aufgewachsen und war auch selbst einmal dort. Jahrzehntelang war Friedland DER Anlaufpunkt für alle Zuwanderer. Und darunter waren auch viele „Deutsche “ aus dem Osten, welche gerade einmal Guten Tag stammeln konnten. Die haben es auch irgendwann gelernt.

      BTW: Meine allererste Schwiegermutter war aus Mexiko ausgezogen und nach USA eingewandert. Bis Heute spricht sie vielleicht 3 Wörter Englisch. Niemand hat es ihr je vorgehalten, dort!

      Ich habe Deutsche Frauen in USA erlebt, die ihren Fußboden mit Mundwasser geputzt hatten, weil sie nicht lesen konnten, was es war. Sie hatten sich nach Farbe und Geruch entschieden und gut riechen tat es bei denen, glaubt es mir! Die hätten eigentlich vorher auch etwas Englisch lernen sollen. Hat denen aber keiner gesagt.

      So politische Sachen sind immer sehr heiße Eisen, auch in so einem Blog. Ich bedanke mich für euer Feedback!

    • Ich stimme da auch schon mit überein – die Sprache des Landes, in dem man wohnt (eingewandert, eingebürgert oder nicht) sollte man rudimentär können. Und auch bereit sein, zu erlernen. Ist nun mal einfach besser, wenn man dort wohnt. Nicht umsonst gibt es nunmal eine Amtssprache. Die ist hier deutsch.

      Aber: wie, ob und in welcher Sprache sich diese Menschen dann unter ihresgleichen/zu Hause unterhalten, das ist deren Sache. Ich würde mich im Ausland wahrscheinlich zu Hause auch in Deutsch unterhalten (wenn es ein anderssprachiges Land wäre) – auch allein schon, um Deutsch nicht zu verlernen. Und es hat ja nun was, dann in einer Sprache zu sprechen, die nicht jeder kann 😉

      Aber auch dort würde ich natürlich ggü. Behörden oder auch im Alltag – bspw. beim Einkauf – sehen, dass ich die Sprache soweit beherrsche, um mich verständigen zu können, einkaufen zu können, andere verstehen zu können. Ich meine, schließlich war es ja dann meine Entscheidung, in das andere Land einzuwandern.

      Von daher sehe ich das mit dem Mundwasser-Reiniger nicht ganz so sorgenfrei. Da hätte auch mehr passieren können. Und ja, der Deutsche braucht dann gleich wieder Gesetze, um dann Deutschkurse zu bezahlen oder anzubieten. Okay, hat dann aber auch was – ist eben die Persönlichkeit der Deutschen 😉 Wobei man die Gesetze auch kürzer fassen könnte und dennoch präzise formulieren könnte. Das können die Herren Politiker allerdings wieder nicht …

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