37,3 Kilometer

Das einsammeln der Fahrgäste gestaltet sich im Allgemeinen als nicht besonders kompliziert. Hier auf dem Land ist weniger Verkehr als in der Stadt und es wird reichlich Parkraum angeboten. Allerdings wohnen die Menschen hier sehr weit auseinander, das bedeutet in den Nebenzeiten – So-Do 20:00-1:00 – oftmals, das wir bis zum nächsten Fahrgast einige Kilometer fahren müssen. Selbst bei dem derzeitigen Tarif von € 2,10 pro Kilometer schaffe ich es noch immer nicht, jeden Abend auf einen Schnitt von 1 €  pro Kilometer zu kommen.

Heute hatte ich wieder ein Mustergültiges Beispiel:

  

Um 19:33 war ich „Besetzt“ nach Rechtenfleth unterwegs. Die Tour endete am Ende der Sielstrasse, dem westlichsten Punkt unseres Fahrgebietes.

Der nächste Fahrgast wartete in Frelsdorf, am Kindergarten. Über 37 Kilometer Anfahrt. Bis zum östlichsten Punkt, dem Bahnhof  Frelsdorf sind es noch 1500 Meter. Aber auch so war es ein neuer Meilenstein für meine Rekordliste!

6 Kommentare

auf “37,3 Kilometer
6 Kommentare auf “37,3 Kilometer
  1. Aber zumindest von dem Ort, in dem dein Taxi stationiert ist (Bokel?), aus kannst du doch Anfahrt berechnen, oder? Bei uns (auch auf dem Land mit weiten Entfernungen und dünn gesäten Taxiunternehmen) ist das so geregelt:

    „Grundsätzlich beginnen alle Anfahrten am Taxenplatz, es sei denn, daß der Standort der Taxe bei Auftragserteilung näher am Bestellort liegt. Innerhalb der Gemeinde des Taxistandortes, des Betriebssitzes so wie der nach § 47 Abs. 2 Personenbeförderungsgesetz festgesetzten Stelle (Gemeinde) werden Anfahrten nicht berechnet.“

    Das führt dann dazu, dass gerne mal schon 15 € oder mehr auf der Uhr stehen, wenn ein Taxi bestellt wurde…

  2. Auch unsere Tarifverordnung bietet diese Möglichkeit an. Allerdings verzichten die Unternehmer hier darauf, weil wir dann viele Kunden an Mietwagen verlieren würden. Der Fahrpreis wäre unvergleichlich hoch, das würde Niemand nachvollziehen können.

    Bei diesem Beispiel wäre die Anfahrt gut 10-13 € teurer als die besetzte Strecke gewesen. Statt 23,00 hätte der Kunde um die 55,00 bezahlen müssen.

    Da hier in den letzten Jahren kein Unternehmer pleite gemacht hat, denke ich im Schnitt geht die Rechnung auf.
    Wir nutzen den „Anfahrtsparagraphen“ nur gelegentlich, wenn ein Kunde aus „Übersee“ anruft -also falls wir zu Fahrten außerhalb unseres Pflichtfahrgebietes gerufen werden – , weil sein regionaler Anbieter schon im Bett liegt.

    Die Kunden sind dann auch eher bereit, den höheren Preis zu zahlen. Notlagen ausgenommen. Übermäßiger Alkoholkonsum zählt nicht dazu!

  3. Ach, Herr Taxifahrer! Was soll ich denn dazu kommentieren? Ich weiß nichts, *nöhlquengel*, hab ja auch keine Ahnung von nix.
    Ach komm, sing ich Dir was vor: „I like the distances, I like the lonley routes, I like the citiy`s streets, I like the avenues, I like the drunken ones, when the taxameter goes high. Dummdidadi, dummdidadi …

    • Lustich! Ich glaub ich sollte so ’nen Mikrofon auf meinen Blog stellen, damit ihr die Replys dann aufsingen könnt, so wegen dem Sound, weil mir dazu die Fantasie abgängig ist!

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