Devisen

Anruf gegen 00:30.

„Ich brauche ein Taxi!“

„Gern, ja, damit kann ich dienen!“

„Du mußt aber `nen 500er wechseln!“

„Nein, das kann ich leider  nicht, solche Mengen Geld fahre ich nicht mit mir herum, ggf. müssen sie am Automaten Geld ziehen!?“

„Arschloch, hast es wohl nicht nötig, dann ruf ich eben wo anders an!“

Taxifahrer werden gern überfallen. Deshalb tragen wir nur so viel Wechselgeld wie unbedingt nötig ist mit uns herum. Laut Taxiordnung muß ich € 60,00 dabei haben, um ggf. wenigstens einen 50er wechseln zu können. Damit hört es aber auch schon auf.

Und Leute die 500er haben, aber keine EC- oder Kreditkarte sind mehr ehedem ein wenig Suspekt!

 

5 Kommentare

auf “Devisen
5 Kommentare auf “Devisen
  1. Was ist nur los mit den Leuten, dass so viele immer so schnell ausfalend werden müssen? Und: Wie machst Du das, dass Dir sowas nicht an die Nieren geht, den Tag versaut und Du generell so nett geblieben bist?

    • Meistens liegt es daran, das die Anrufer einen zu kleinen Pines haben, oder besoffen sind. So ein Taxifahrer gibt einen schönen Prellbock ab, bei dem ordentlich Dampf abgelassen werden kann. Da ich eine dünne Haut habe, falle ich nach solchen Vorfällen regelmäßig in eine kurzfristige Depression. Ich schnappe mir dann den nächsten halbwegs erträglichen Fahrgast und heule mich aus. Ein weiterer wichtiger und das ist ist der beste Schutz gegen Beleidigungen, ist meine Vergesslichkeit. Nach der nächsten „normalen“ Tour öffne ich eine Schublade und haue da den ganzen Mist rein. Die ist groß und lange noch nicht voll. Ich benutze sie auch Privat :-). Und wenn es ganz dolle drückt, belästige ich die Leser dieses Blogs mit meinen Problemen. Das wirkt sehr befreiend. Mittlerweile, wenn ich ältere Postings lese, denke ich oft:“Arme Sau dieser „HerrTaxifahrer“!“
      Danke das du mich unterstützt, mit deinen Regelmäßigen Rückmeldungen!

  2. Nutzen wir nicht alle unser Blog als Balint-Group? 😉
    Die Welt ist voller Idioten, Berufsgruppen wie Lehrer, Taxifahrer, Ärzte, Polizisten, Leute auf dem Amt usw., die mit vielen verschiedenen Menschen zu tun haben, wissen das schon länger.
    Und jetzt weiß ich es auch, das Internet sei Dank!
    Insgeheim hoffe ich ja noch, dass der leisere und oftmals nettere Teil der Menschheit überwiegt.
    Also, Kollege, weitermachen! 🙂

  3. Hatte die letzte Woche Urlaub und wegen des guten Wetters war ich viel unterwegs, habe viele Menschen getroffen. „Balint-Group`s“ habe ich außerhalb meines Blogs noch so einige. Family-Group, Neighbour-Group, Best-Friend-Mini-Group, Colleague-Group uvw. Jede Gruppe erfüllt seinen Zweck und so bin ich in vielerlei Hinsicht gut aufgestellt, wenn es einmal „kracht“! Meinen Blog betrachte ich mittlerweile als eine Art Ventil, um bohrende Fragen und Probleme langsam abzuarbeiten. Wobei mir im Blog zu schreiben schon das „Ablassen“ eine gewisse Befreiung verschafft. Eine sich anschliessende Diskussion ist genehm, für mich aber nicht zwingend notwendig. Die Öffentlichkeit, als auch die Anonymität setzten im Blog Grenzen, die nicht überschritten werden sollten. Ansonsten potenziert sich der Streß nachher noch. Heute geh ich wieder auf Tour und freue mich schon auf die erste Tour mit so richtigen „Fraggels“!

    • Ich blogge zwar anonym, wahre aber dennoch gewisse Grenzen. Oder anders: Selbst wenn eines Tages herauskomen sollte, wer ich bin, werde ich keinen … doch, ich werde Ärger kriegen, jede Menge! 😀 😀 😀

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