Vorgeschmack auf‘s Wochenende

Drei Männer bestellten ein Taxi. Das sie dem Alkohol zugesprochen hatten, sogar leidenschaftlich und viel, blieb mir nicht verborgen. So bereitete mir die kommende Tour einige Kopfschmerzen.

Nachdem die Herren Platz genommen hatten startete ich den Motor. Das Tackern der Ventile und die Vibrationen des Dieselmotors ließen das Trio umgehend einschlummern.

So faste ich den Entschluss, die drei schnell wieder los zu werden. Ich schaltete den Motor wieder aus, rief laut einen Fantasiepreis für die Beförderung und so wachte einer nach dem anderen auf.

Der erste bezahlte, sogar mit Trinkgeld. Der zweite bedankte sich für die prompte Bedienung. Der dritte holte aus und schlug mir mit der geballten Faust sachte, aber deutlich spürbar und bedrohlich in die Magenkuhle.

„Verdammt, der ist mir auf die Schliche gekommen!“, dachte ich und wollte eben eine Entschuldigung präsentieren, da sagte er:

„Das nächste Mal fähr’ste aber nicht so schnell!“

2 Kommentare

auf “Vorgeschmack auf‘s Wochenende
2 Kommentare auf “Vorgeschmack auf‘s Wochenende
  1. Hey, das ist mir tatsächlich mal so ähnlich passiert, als ich während meines Studiums Taxi gefahren bin:
    Unweit des Bremer Hauptbahnhofs steigt ein junger Mann bei mir ein und möchte nach Bruchhausen-Vilsen gebracht werden. Ich kriege noch gerade eine Adresse raus, bevor Dornröschen in seinen 100-jährigen Schlaf verfällt. Es bestand im Gegensatz zur echten Dornröschen nicht die Angst, dass er gestorben sein könnte, da er lauter als die Dudelmusik aus dem Radio vor sich hin schnarchte.
    Am Ziel angekommen stupste ich ihn an, um ihn zu wecken, da mir der Kuss als Mittel der Wahl schon wegen seiner Fahne doch eher unangebracht schien.
    Dornröschen wachte also auf, guckte sich verwirrt um und sagte den Satz:

    „Du bist aber langsam gefahren…“

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