#Arschfax

Ihr kennt das ja, wenn einer seine Kleidung nicht in Ordnung hat und  über dem Hinterteil oder am Hals so ein Etikett mit der Kleidergröße oder der Waschanleitung rausguckt!

Das war es aber nicht, nicht genau.

Als der Kollege  auf dem Weg aus unserem Aufenthaltsraum bei mir am Taxi vorbei lief, flatterte eine halbe Rolle Klopapier, abgewickelt, jedoch offensichtlich fest verbunden an seinem Hosenbund hinter ihm her.

Der Typ hat die Ruhe weg, ist dabei aber sehr cool und nett!

„Hey du, da ist ein Fax für dich gekommen, mehrere Seiten!“, rief ich hinterher.

„Moin HerrTaxifahrer! Wo kann ich das abholen?“

„Schau einmal hin, es kommt gerade rein, hinten, an deiner Hose!

Er schaute ungläubig, wagte trotzdem einen Blick. Ohne weitere Umschweife wickelte er das Papier zu einer kleinen Rolle auf. Sehr gewissenhaft, mit viel Zeit fürs Detail überprüfte er den Zustand.

„Nichts dran! Da ist wirklich nichts dran, HerrTaxifahrer!Ich schwöre!“, versuchte er mich zu beruhigen.

„Du, davon bin ich überzeugt! Weiterhin Gute Fahrt mein Großer!“

„Danke, dir auch!“

So verabschiedeten wir uns. Später zeigte ich immer wenn ich ihn traf mit dem Finger auf sein Hinterteil und er schaute erschrocken nach!

Das ist unser „Running Gag“ geworden!

Immer schön sauber bleiben! 😉

 

Such…, suuuuch…!

Ich war mit meinem Fahrgast schon auf halbem Weg zum Ziel, da tippt er mir auf die Schulter, damit ich ihn anschaue.

Er möchte etwas. Er zeigt mir seinen Hausschlüssel und tippt dann auf die Mittelkonsole.

Seine Behinderung ist mir nicht bekannt, er spricht jedoch nur wenige Worte und leidet offensichtlich an Vergesslichkeit.

Ich sage Gegenstände auf, in der Hoffnung er würde nicken. Er fand meinen Vorschlag gut, wieder nach Haus zu fahren. Da sei etwas das er benötige, erriet ich.

Er tippte wieder auf die Konsole und malte mit dem Finger ein Rechteck, ein kleines.

„Zigaretten?“

Er schüttelte den Kopf und er tippte und malte das Rechteck etwas größer: „Soooooo!“

Ich nahm seinen Hausschlüssel, während er gehbehindert im Taxi verharrte und suchte seine Wohnung nach verschieden großen Rechtecken ab, entdeckte jedoch nichts passendes.

Ich lief zum Wagen, machte ein dummes Gesicht und er malte ein DIN A 5 großes Rechteck und daneben auch noch ein Dreieck.

Er strengte sich an, zu erinnern, was er vergessen hatte.

„Tochter hat es mir gesagt!“, Platze es aus ihm heraus, befreit grinsend über beide Backen.

Ich guckte weiter blöd.

Er guckte verzweifelt.

Ich scrollte durch den Fahrauftrag. Da stand doch glatt die Telefonnummer der Tochter drunter! Sofort angerufen und erfahren, um was es ging.

In seinem Flur stand ein Rolli, an dessen Griffen auf der einen Seite eine rechteckige Tüte mit Verordnung und Taxischein, an der Anderen eine FFP2-Maske.

Vorsichtshalber habe ich dann auch gleich den Rolli mit eingepackt, man weiß ja nie!

Nein Fahrgast strahlte nun wie die Frühlingssonne nachmittags um zwei und wir konnten nun endlich nach Bremerhaven zum Klauenschneider*!

*Podologe

Eine Frage der Karte! :-)

Unser Unternehmen fährt im Süden des Landkreis Cuxhaven das Anruf-Sammel-Taxi. Die Preise der Einzelnen Linien bewegen sich zwischen € 0,00 (Schwerbehinderte mit Wertmarke im Ausweis), über € 2,00 für Schüler- und Monatskarteninhaber bis hin zu € 4,00 für normal Sterbliche.

Daneben gibt es gemäß den AGB unseres lokalen ÖPNV-Anbieters noch weitere Möglichkeiten Schnäppchen zu machen. So kam es zu folgendem Dialog mit einer Neukundin:

„Besitzen sie eine gültige Monatskarte für Bus oder Bahn?“

„Nein, ich fahre nur sporadisch!“

„Haben sie eine MIA*?“

„Ja, aber was hat die mit dem AST zu tun!?

„Wenn sie eine haben, sparen sie einen Euro pro Linie!“

„Meine Mia ist zu Hause, geht das auch so!“

„Nein, da kann ich keine Ausnahme machen.Vielleicht beim nächsten Mal!?

„Ich nehme die eigentlich nie mit. Die fährt nicht gern Auto oder Bus!“

„Ähäm, verstehe ich das richtig? Die Karte …“

„Neeiiiin, Mia heißt mein Havaneser Hündchen! Hahahaha!“

Kopf –> Lenkrad –>LOL

 

Abokarte „Mobil im Anschluß“ -übertragbar-

Hinter vorgehaltener Hand!

Die rüstige Urgroßmutter war an diesem Tag in Plapperlaune und so erfuhr ich Dieses und Jenes. Die Nachricht des Tages behielt sie sich für den Schluss der Fahrt auf, als wir das an ihr Haus grenzende Grundstück passierten.

Sie lehnte sich weit zu mir mir herüber, zog sogar an meinem Arm, es wurde vertraulich, ich war auf Alles gefasst. Sie verbarg ihren Mund hinter ihrer vorgehaltenen Hand und flüsterte:

„Wegen der Ziege (ihre Nachbarin) musste ich meinen Apfelbaum stutzen. Die war bei der Stadtverwaltung deswegen!“

Sie setzte sich zurecht, rutschte schon fast auf meinem Schoß und fuhr fort:

„Schau mal dort HerrTaxifahrer, da stand bis gestern das Carport von der Ziege. Leider hatte sie es auf die Grenze gebaut. Mein Anwalt hat ihr dann geschrieben, das das so nicht geht!“

„Diese dumme Ziege“!, legte sie extra leise nach, sie duckte sich dabei auch noch runter, wahrscheinlich dazu, das die Nachbarin uns nicht belauschen könne.

Motto der Geschichte:

Wer „A“ sagt, muss auch „B“ sagen!

Schöne Ostertage wünsche ich euch allen!

“Wir fliegen nach Afrikaaaa!“

Ein Fahrgast hat mich Heute so heftig auf dem falschen Fuß erwischt. Ich war sprachlos, fast schon gelähmt! Also, meine Denkfabrik wollte mittelfristig keine Sinn gebenden Wortfolgen produzieren!

Zum Dienstbeginn traf ich im Vorbeigehen noch kurz auf meinen gut gelaunten Chef: „Du hast gleich eine Flughafenfahrt, sehr schön!“

Ich nahm an, seine Begeisterung rührte daher, das die Zentrale mich ausgewählt hatte, denn Ausnahmsweise hatte ich ein frisches Leibchen an und roch ganz dezent nach „Old Spice“.

4 Erwachsene und 2 Kinder inclusive Gepäck waren zu chauffieren.

Am Abholort standen schon Alle Spalier mit ihren Koffern um schnellst möglich einzuladen und den Urlaub zu beginnen.

Wärend die „Großen“ sich mit dem Gepäck beschäftigten, begab ich mich in den Font, um schon einmal die beiden Kinder in ihren Sitzen anzuschnallen.

Zu diesem Behufe krabbelte ich auf die Rückbank und beugte mich etwas über den 5-Jährigen, um den Gurt zu verlegen und zu fixieren.

Der Knirps starrte mich dabei mit einem erstauntem Blick an, legte seinen Kopf leicht schräg, um sogleich laut und klar eine Bemerkung abzusondern:

„Warum hast du da oben keine Haare? Hast du die abSaRiert?“

Wie ich schon schrieb wollte mir einfach keine passende, weder überhaupt eine Antwort einfallen. Wer rechnet schon damit, auf solche Weise mit seinem verkümmerten Haarschopf konfrontiert zu werden!?

Auf Nachfrage erklärte der Vater, ich sei der erste Glatzköpfige, der dem Jungen untergekommen wäre.

Peinlich war mir jetzt nicht die Topographie meines Schädels, sondern nur der Umstand, das ich dem Kind nicht umgehend eine plausible Erklärung geliefert hatte.

Auf Wunsch durfte der Junge dann vorn zwischen mir und seinem Erzeuger sitzen. Hinten war es zu voll geworden. Nach etwa der Hälfte der Strecke bemerkte die Mutter, das sich der kleinere Bruder in die Hose gemacht hat denn sie hätte es am veränderten Geruch erkannt.

Darauf hin der „große“ Bruder:

„Meine Kacke riecht nicht nach Kacke! Meine Kacke riecht nach Süßigkeiten!“

Und jetzt habe ich schon den dritten Tag hintereinander ein Kopfkino!

Schönen Tag noch!

Vorgeschmack auf‘s Wochenende

Drei Männer bestellten ein Taxi. Das sie dem Alkohol zugesprochen hatten, sogar leidenschaftlich und viel, blieb mir nicht verborgen. So bereitete mir die kommende Tour einige Kopfschmerzen.

Nachdem die Herren Platz genommen hatten startete ich den Motor. Das Tackern der Ventile und die Vibrationen des Dieselmotors ließen das Trio umgehend einschlummern.

So faste ich den Entschluss, die drei schnell wieder los zu werden. Ich schaltete den Motor wieder aus, rief laut einen Fantasiepreis für die Beförderung und so wachte einer nach dem anderen auf.

Der erste bezahlte, sogar mit Trinkgeld. Der zweite bedankte sich für die prompte Bedienung. Der dritte holte aus und schlug mir mit der geballten Faust sachte, aber deutlich spürbar und bedrohlich in die Magenkuhle.

„Verdammt, der ist mir auf die Schliche gekommen!“, dachte ich und wollte eben eine Entschuldigung präsentieren, da sagte er:

„Das nächste Mal fähr’ste aber nicht so schnell!“

Es gibt sie noch…

…, die Kollegen, welche sich um Einen sorgen und sich kümmern, in der Not an deiner Seite stehen, helfen!

Meine Kollegin Melonia hat sich richtig Mühe gegeben und mir ein Erste-Hilfe-Set gebastelt, um den Schwall an Fehlalarmen, ausgelöst durch unkoordinierte Bewegungen verschiedenster Extremitäten meines Astral-Körpers zu unterminieren!

Danke für dieses Set nebst unmissverständlicher Bauanleitung.
Für diese Nacht kann ich schon mal 100% Erfolg melden!

Das einzige Blaulicht in dieser Nacht stammte von der Stubbener Feuerwehr, welche die Ölspur eines Milchlasters zwischen Bramstedt und Deelbrügge mit Bindemittel bestreute.