In der Falle!

Ein Kollege sollte einen Fahrgast nach Bremerhaven fahren.

Nichts Besonderes.

Auch wenn man in Betracht zieht, das dieser Fahrgast gern in dunkle Gassen gefahren werden möchte, ist das immer noch nicht außergewöhnlich.

Wenn er dort dann bittet, einen Moment zu warten, um für einige Minuten in einem völlig verwahrlosten Haus zu verschwinden, dann ist das alles andere als Normal, aber völlig passend zu diesem Typen.

Wenn er dann, wie gewohnt gut gelaunt und völlig losgelöst wieder zu dir ins Taxi steigt und zurück zum Ausgangspunkt möchte, kein Thema, das hatten wir schon oft!

Jedoch, wenn er, wie an diesem Abend geschehen, diesen meinen Kollegen bittet, für ihn in das Haus zu gehen, um etwas „Kokain“ für ihn zu holen, denn „er sei nicht gut zu Fuß“, dann hat er ein Problem. Denn mein Kollege bat ihn freundlich aber bestimmt sofort zu zahlen, auszusteigen und das Weite zu suchen.

Erst als der Fahrgast begann zu quengeln, zeigte er ihm seinen Dienstausweis, den er als Polizist immer dabei hat!

Der Fahrgast hatte auf einmal gar keine Gehbehinderung mehr und verschwand schnellen Schrittes in den Katakomben hinter der Bremerhavener Hafenstraße!

Und die Moral von der Geschicht:

„Erwarte Zuviel von einem taxifahrenden Polizisten nicht!“

 

4 comments to “In der Falle!”
4 comments to “In der Falle!”
    • Undercover wärs nur, wenn er seinen Hauptberuf verschwiegen hätte 🙂 Er wird’s, wie die meisten von uns, nur wegen des Geldes machen! Ergibt aber auch gute Geschichten. Ich werde ihn diesbezüglich gelegentlich „Vernehmen“!

    • Eine Fehlfahrt zeichnet sich dadurch aus, das der Fahrgast nicht am vereinbarten Treffpunkt angetroffen wird. Wenn der Fahrgast stiften geht, nennt man das Beförderungserschleichung, oder bei Vorsatz die Fahrt nicht zu bezahlen auch Betrug. Das kommt jede Woche vor und geht meistens ohne Gericht aus, da nachträglich gezahlt wird. Ab und an sind die Preller aber auch unbekannt und uneinholbar! 🙂 Dann bleibt der Fahrer, bzw. der Unternehmer darauf sitzen! 🙁

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.