Präventionswut

Letzte Woche hat es wieder einmal einen sogenannten „Baumunfall“ in unserem Fahrgebiet gegeben. Der Fahrer ist dabei ums Leben gekommen.
Ganz unabhängig von den Vorgängen, welche zu diesem traurigen Ereignis geführt haben, fühle ich mit allen Betroffenen!

Der Unfall begab sich kurz vor einer Kreuzung, am Ende einer Allee. Und umgehend ist in der Pressemitteilung der Polizeiinspektion Cuxhaven zu lesen:

„Jeder dritte Unfalltote ist 2013 im Landkreis Cuxhaven bei einem sogenannten Baumunfall ums Leben gekommen. Die Polizeiinspektion Cuxhaven unterstützt deshalb ein Modellprojekt (u.a. des Innen- und Verkehrsministeriums), das mit Geschwindigkeitsreduzierungen auf den Landstraßen im Cuxland einhergeht.“

In dem Streckenabschnitt ist die Geschwindigkeit schon auf „70“ begrenzt. Vollkommen ausreichend, der Strassenbreite, den Grundstückseinfahrten und der Topographie des Belages geschuldet.

Tödlichen Unfällen geht meistens oft deshalb eine extreme Fahrweise voraus, begründet darin, das die Fahrer zum Beispiel Zeit aufholen wollen, weil sie verschliefen und es noch pünktlich zur Arbeit schaffen wollen. Oder der Lenker wollte seinen Mitfahrern die Möglichkeiten seines gerade neu erhaltenen Autos zu zeigen. Das ganze noch aufgeputscht durch Restalkohol, Drogen und dazu noch barfuß beim Schreiben einer SMS.

Und den Politikern kommt nichts anderes in den Kopf, als alle „normalen“ Verkehrsteilnehmer zu bestrafen!

Wer rasen will, achtet nicht auf Schilder!
Wann begreifen die das endlich?

2 comments to “Präventionswut”
2 comments to “Präventionswut”
  1. Wer rasen will, achtet nicht auf Schilder!
    Wann begreifen die das endlich?

    Nie. Denn es geht denen auch nicht ums Begreifen. Sie müssen reagieren, irgendwie. Denn irgendwann sind Wahlen. Und allein die Quote zählt. Denn: ist man im Land- oder Bundestag, gibt es viel Geld. Und viel Pension. Nach nur wenigen Jahren. Und lukrative Jobs. Auch nach dem Politiker-Ende.

    Wer will da schon einen Bezug zum Pöbel Fußvolk Wähler das Volk verstehen? Und wozu?

    Die Familien kann man nur bedauern. Den Fahranfängern sollte man immer und immer wieder klarmachen, dass sie nur ein Leben haben. Ein kostbares. Zu kostbar für solche Rasereien. Viel zu kostbar.

    • Ein gerüttelt Maß an Unvernünftigkeit steckt in vielen Menschen. Und solche irrationalen Entscheidungen – ich setzte jetzt mein Leben aufs Spiel, damit ich pünktlich bin – lassen sich nicht verhindern. Lebensrisiko ist nicht therapierbar!

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