Nichtrauchertagebuch Updated 8.9.2020

Ich habe am Samstag, den 30.8.2013 so gegen 5:00 meine letze Zigarette gedreht. Ich habe sie nicht mehr angesteckt!

Seit dem 30.8.2013 hatte ich 14,0 Kg zugenommen und versuche Krampfhaft und ohne Plan die wieder los zu werden.

1-4 Tag Krankenhaus gut ohne Rauchen überlebt. Temporäre Schwächeanfälle und Hallos bekämpfte ich mit dem Angebot den lokalen Krankenhauskiosk und/oder Bäckers.

Zuhaus werde ich jetzt bei jeder Kleinigkeit erinnert, doch bitte endlich die Lungen mit Qualm zu füllen. Zum Morgenkaffee, zu jeder kleinen Pause, nach jedem geschriebenen Absatz.

Im Taxi ist alles gut, solange Aufträge da sind. Der Kaffee zwischendurch schmeckt auch ohne Zichten. Permanent muß ich mich anstubsen und mir gut zureden.

An Tag 5, meinem ersten Arbeitstag, fand ich bei Schichtbeginn die üblichen Verdächtigen beim Rauchen im Vorraum zur Zentrale. Hatte gar nicht mehr in Erinnerung, wie kalter Rauch müffelt. Ich werde ganz langsam Mitglied der Nichtraucher-Fraktion. Hoffentlich kein Militantes 🙁

Tag 6 Nach dem Wachwerden dreht sich alles um die Frage, wie so eine Zigarette wohl schmeckt? Wie schön war doch oft die Wirkung des Tabaks, gerade nach dem Aufstehen. Schwindelig war mir geworden. Jeder Zug hatte sich gelohnt. Und nun? Ich stelle Wahrscheinlichkeitsrechnungen auf. Sollte ich mir eine Kippe gönnen, schmeckt die dann auch sofort gut? Zieht die dann auch ordentlich rein. Ich müsste sie schön locker drehen. Aber dann ist sie schnell abgebrannt! Drehe ich zu fest, kommt die Dröhnung nicht zur Geltung. Zu guter Letzt  lasse ich es bleiben. Ich will wissen, wie es sich anfühlt, eine Woche nicht gequarzt zu haben!

Tag 7 Das verdammte Hirn meldet immer noch andauern, das Nikotin benötigt wird, die nächste Minute zu überleben. Ein wahnsinniger Unterdruck herrscht in meinen Atmungsorganen. Es heißt ja, das die Lunge wieder leistungsfähiger wird. Ist ja auch kein Wunder, bei den Kubikkilometern Luft, die ich beim Passivrauchen durchfiltern muß, um auf meine Kosten zu kommen!

Tag 8 Es läuft langsam besser. Die erste Woche ist um. Ich gebe mir noch 2 Tage, den blauen Dunst mit Fressattacken zu bekämpfen. Ab Montag kommt wird dann zusätzlich der Modus „ausgewogene Ernährung“ wieder aktiviert. Hatte Er doch dazu beigetragen, von März bis August  mein Gewicht um 10 Kilo zu verringern.

Tag 9 bis 11 Die Pausen machen immer noch zu schaffen. Normal immer Kippe an und fertig. Jetzt immer Kopfkino. Was wäre wenn usw. Will endlich, das wenigstens die Entzugserscheinungen nachlassen. Muß alles mit dem Kopf machen. Strengt an!

TAG 12+13 Gestern und Heute ist wenigstens der Nikotinverlust nicht mehr so stark gegenwärtig. Ich beschäftige mich einfach, um nicht an das Qualmen zu denken. Das viele Schreiben hilft. Die Gewichtszunahme stagniert gerade. Meine Fressanfälle sinken auf fast normales Niveau.

Tag 14 Habe letzte Nacht mit einem Feuerwerk der Kalorien verbracht. Die Jahresendgebäcke sind  geliefert worden und da habe ich mir, weil ich sparsam bin, einen 3er-Karton (3x200gr) Oblatenlebkuchen gegönnt. Wie sie geschmeckt haben, kann ich nicht sagen, waren zu schnell alle. Ab Heute kehre ich wieder zu meiner Abnehmstrategie zurück. Naschen immer, aber abgezählt, ansonsten die Hälfte von dem was ich benötige um satt zu werden.

Tag 15-17 Es wird immer leichter, den Tag ohne rauchen zu überstehen. Habe aber letzte Nacht von einem Rückfall geträumt. Ich hatte vielleicht ein schlechtes Gewissen, bis ich dann endlich aufgewacht war.

Tag 18 Nach dem Frühstückskaffee fehlt SIE mir immer noch.

Tag 19+20 Die körperliche Sucht ist jetzt sicher ad acta zu legen. Keine Albträume mehr. Gehe jetzt Rasen mähen, zur Ablenkung!

Tag 21-23 Keine besonderen Vorkommnisse. Was mache ich nur mir der ganzen Zeit.

Tag 24 Ich habe wieder geraucht! Zusammen mit irgendwelchen Leuten war ich zum bowlen. Alle haben gequarzt, ich hab mir selbstverständlich auch eine angesteckt….Hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen…… bis ich endlich wieder aufgewacht bin, aus diesem verdammten ALBTRAUM. Hört das nicht bald auf…..? 

Tag 25 Nichts geträumt. Hunger immer präsent. Nicht geraucht!

Tag 26-29 Keine besonderen Vorkommnisse. Immer noch übermäßiger Konsum von ungesunden Lebensmitteln aller Art. Gewicht steigt immer noch, jaauuuuuuuulllll!

Tag 30-34 Auch ein Kurzurlaub konnte meinen Stoffwechsel nicht wieder reparieren. Aus unerklärlichen Gründen nehme ich unaufhörlich zu. Dabei beschränke ich meine Nahrungszufuhr so gut es geht auf Süßigkeiten, Kekse und Kuchen 🙁

Tag 35-43 Oben läuft ja der Zähler, was ich so an Ersparnissen anhäufe. Der Einzige, der davon zur Zeit profitiert, ist der nette Herr von der Tankstelle in Bokel. Er hat jetzt schon ein Extra-Fach angelegt für mich, nur mit meinen Lieblings-Kalorienbomben. Aber gestern z.B.  hat er mich ganz komisch angeschaut. Ich frug was los ist und er erwähnte, das ich schon zum zweiten Mal an einem Tag einkaufe. Ehrlich, das habe ich gar nicht bemerkt. Es wird langsam ernst mit der Futterei und es rutscht ab ins unkontrollierbare.

Tag 44-55 Nicht viel Neues an der Nikotinfront. Die Ersatzdroge Kalorin hat immer noch großen Einfluß auf meinen Tagesablauf. Gebe zuviel Geld für Naschereien aus. Rein Gewichtsmäßig habe ich jetzt wieder mein oberes Limit erreicht. Das ist kein gewöhnlicher Jojo-Effekt. Es fühlt sich eher so an, als hätte Jemand versucht eine Rolle Starkstromkabel zu schleudern.

Tag 61 2 Monate sind rum, ohne den Genuß einer schönen Vanelle-Selbstgedrehten. Noch habe ich den Geschmack eines guten Lungenzuges im Gedächtnis. Er wird aber immer mehr verdrängt. Habe Heute mit Salat angefangen. Motto: Immer erst mit „Gesundem“ vollfuttern, bevor es an die Süßigkeiten geht!

Tag 66 Noch ist die Waage nicht auf Anschlag. Weiss auch gar nicht, ob sie Einen hat. Ich schätze mal, das bei 999 kg Schluß ist. Aber das will ich nicht wirklich testen. Habe diese Tage auch wieder Salat gehabt. Allerdings nur in homöopathischen Dosen im Burger oder neben der Currywurst als Scheibe Tomate.

Kalter Rauch stinkt. Viele Fahrgäste machen den letzten Zug, halten die Luft beim Einsteigen an und atmen dann im Taxi aus. Hätte nienienie angenommen das mich das nervt. Sage aber nichts, muß manchmal viel heftigere Dünste aushalten. Ich stinke auf jeden Fall nicht mehr, wurde mir schon lobend mitgeteilt. Danke!

Tag 71 Im Westen nichts Neues. Gut 40 Jahre Tabakkonsum haben ihre Spuren hinterlassen. Vor 72 Tagen konnte ich es am Rechner nicht 2 Minuten, nein, sogar oft nicht 10 Sekunden ohne Zichte aushalten, der Konzentration wegen, hehe. Da ich im Haus nicht rauche, fand man mich im Sommer immer unter unserer Remise. Im Winter in einem ungeheizten Anbau.  Und jetzt sitze ich im Wohnzimmer, der Kamin verstrahlt wohlige Wärme, die Flammen zucken und zaubern Schattenspiele an die Wände, während gelegentliches Knistern und Knacken das Anschlaggeräusch meiner Tastatur übertönen. Nice!

Einzig das gemütliche Sitzmöbel ächzt unter meiner kontinuierlich expandierenden, die Waage angreifenden Kraft:

waage

Tag 79 oder so. Heute ist genau das richtige Wetter um Phase II endlich in die Tat umzusetzen, nämlich die Gewichtsreduzierung auf ein für mich passendes Maß. Da ich ein guter Mensch bin, habe ich vorgesorgt und gestern vor einer Sammeltaxitour die Zeit vernünftig genutzt, und mein ABO bei MC Donalds für dieses Jahr( 🙁 ) gecancelt. Natürlich nicht habe ich auch noch ein vorerst letztes Mal die Kulinaritäten getestet. Ich werde euch vermissen. Ich habe eine leckere Suppe gekocht. Rezept gibst nachher, in meinem neuen Diät-Tagebuch.
Tag 85 Fehler 404. Nix geraucht. Sucht verschoben in den Bereich Kalorienzufuhr!
Tag 87 Meine Gedanken verschwenden täglich nur noch wenige Augenblicke mit dem Tabak-Genuß. Allerdings werden jetzt Erinnerungen an frühere Versuche das Rauchen aufzugeben, wach. Zwei Mal hatte ich es schon probiert und länger als 2 Monate war es mir nicht möglich durchzuhalten.
Da kamen dann Situationen, wo ich glaubte einfach mal wieder Eine zu testen. Ich saß morgens in einem Cafe und hatte reichlich Zeit. Ein Weser-Kurier lag aufgeschlagen vor mir, ein heißer Kaffee mit Milch und reichlich Zucker rechts daneben. Für einen Moment ließ ich den Blick durch den Laden schweifen.
Baammmmmm!!!
Da entdeckte ich die Wurzel allen Übels in einem hochmodernen Verkaufsroboter. In meinem Portemonnaie fand ich sofort die passenden Münzen und hatte sie zügig im Schlitz versenkt und die Schachtel geöffnet. Eine nur!!!!! Eine Einzige, die möchte ich schmecken. Das hatte ich mir verdient. Danach wollte ich die Schachtel gleich wegwerfen. Hab ich dann auch gemacht. Man war ich stark.
2 Tage danach passierte das Gleiche wieder, jedoch ohne das ich die angefangene Schachtel entsorgte.
Wenige Tage danach war ich wieder voll drauf. Erst heimlich, dann unheimlich peinlich!
Glücklicherweise lese ich den Weser-Kurier nicht mehr.
Tag 98 Rauchfrei!
Tag 123 Rauchfrei ins neue Jahr! Das hatte ich  36 Jahre nicht hinbekommen. Ein tolles Gefühl. Vor allem, weil ich keinen Vorsatz bzgl. des Aufhörens mehr fassen muß. Juuuuhuuuuuuuuuuuuuuu!
Tag 128 Zwischendurch kommt immer noch eine Testabfrage vom Gehirn, mit dem Inhalt, die Verfügbarkeit von Tabakwaren im Arbeitsbereich der Arme zu verifizieren. Zum Glück sind die betroffenen Rezeptoren der  Bi- und Trizeps schon so dressiert, das sie ohne das kleinste Zucken einen Nullbestand melden!
Tag 140 Gehirn projiziert wieder Rauchwaren in meinem Kopfkino. Lange Pausen veranlassen nachzudenken, wie tote Zeit genutzt werden könnte. Immer wieder taucht das entzünden einer Selbstgedrehten in der Liste auf. Genervt gehe ich zum Kühlschrank!
Tag 150 Sehr viele Besucher dieses Blogs kommen über die Suche. Und es sind Raucher, die Hilfe suchen. Aber wer nach „123-Rauchfrei“ sucht, wird enttäuscht. Die Kippen kriegst du nicht so schnell aus der Birne, nicht 123…… Habe gerade einen neuen Diätschub bekommen. Nehme wieder etwas ab. Schon meldet sich dieses andere Suchtarschloch wieder. Aber ich werde ihm was scheissen!
Tag 168 Immer, wenn etwas Action herrscht und gerade nicht essbares in Reichweite ist, bedauere ich, nicht mehr zu rauchen. Diese verflixten Momente nach Stress. Was haben die Kippen da gut getan. Dennoch werde ich nach fast einem halben Jahr keine Tabaksteuer einplanen!
Tag 177 Es ist faszinierend, das ich 3 Stunden am Stück am Rechner arbeite, ohne ständig rauchen zu müssen. Teilweise war das echt nervig, alle 10 Minuten vor die Tür zu rennen. Nicht zu Rauchen hat unerhört viele Vorteile, nicht nur gesundheitliche! Toi,Toi,Toi!
Tag 185 Ein halbes Jahr habe ich jetzt ohne den geliebten Tabak überlebt. Ich bin sehr überzeugt, das sich der Aufwand und das ganze Kopfkino gelohnt haben. Nur noch selten werde ich an die zwanghaften Handlungen erinnert, welche für den Rausch erforderlich waren. Meine Fingerspitzen sind schon gaaaanz lange nicht mehr gelb, beim putzen der Zähne entfällt der Brechreiz und es müffelt nicht mehr nach Qualm, wenn ich ins Haus komme. Voller Stolz kann ich die Fragen nach meiner Ungewohnheit beantworten.
„Na, wieviel haste schon wieder gequarzt?“
„Keine Einzige!“
Tag 213 Das Wetter ist Klasse, ich arbeite viel Im Garten und bin mit unseren Viechern beschäftigt. Ich stelle fest, das ich viel produktiver geworden bin. Unzählige Rauchpausen entfallen mittlerweile, ohne das ich mich Quälen muss.
Im Gegenteil!
Die verdammten Sargnägel hatten mich immer in meinem Fluss behindert. Das wollte ich nie war haben, wird mir aber täglich bewusster!
Der Geruch von Aschenbechern wird immer abstoßender für mich. Menschen, die gerade eine gequarzt haben riechen wie ein Aschenbecher. Ich beobachte, wie ich immer öfter einen Schritt zurück trete, um nicht die volle Breitseite abzubekommen.
Mir liegt es aber fern -wie ich früher schon schrieb- zum militanten Nichtraucher zu mutieren. Aber ich achte jetzt darauf, wo die beste Luft zu finden ist.
Ich fühle mich allgemein sehr wohl ohne Zigaretten und finde nur noch positive Aspekte des Nichtrauchens.
Tag 249 Ab und an wieder böse Gedanken gehabt. Manchmal interpretiert mein Hirn aufkommenden Hunger als Lungenschmacht. Das nervt, weil ich dann immer Essen und mir wieder und wieder aufsagen  muss, dass Rauchen nicht die Lösung ist! Die Erinnerung an so einen schönen, hammerharten Lungenzug, der sofort für die nötige Entspannung sorgte, ist immer noch Präsent. Ich lasse mich aber nicht darauf ein und ziehe das durch!
Ach ja, habe mir meine Tagebuch selbst noch einmal reingezogen. Ich sollte niemals denken, das ich sicher bin. Die Sucht ist immer da!
Tag 283 Wieder einen Monat ohne Rauchen geschafft. An den meisten Tagen verschwende ich keinen Gedanken daran. Auch wenn ich mich wiederhole, der Jieper kommt regelmäßig vorbei und ich lechze nach einer locker gedrehten Van Nelle Schwarz!
Mein Wille ist stärker als der blaue Dunst! Da bin ich ein wenig stolz drauf! Schreibt doch auch mal, wie es euch geht! Gern auch anonym oder mit Fantasienamen. Es geht um unser Team, das Team der neuen Nichtraucher. Und wir müssen zusammenhalten!
Tag 333 oder so. Kann gar nicht mehr richtig zählen. Die letzten 3 Wochen waren prima. Viel Sonne, Urlaub und Gute Laune. Kein Druck zu rauchen. Langsam habe ich den Eindruck, meine Atmungsorgane gewinnen wieder an Leistungsfähigkeit. Der Atem fühlt sich „sauber“ an. Noch wenige Tage, dann ist das erste Jahr ohne Qualm Geschichte! Munter bleiben!
Tag 365 Das erste von hoffentlich vielen weiteren Jahren ist geschafft. Ein Resümee findet ihr in diesem Posting.
 Tag 382 Nur nicht glauben, das keine Aufmerksamkeit mehr notwendig ist. Mehr als 35 Jahre Rauchen haben mich geprägt. Gelegentlich kommt dieser teuflische Gedanke und gaukelt mir vor, wie lecker und entspannend ein tiefer Zug aus einer gerade frisch gedrehten Zigarette schmeckt. Ich stelle mir das gerade vor! Aber nein, ich werde jetzt überlegen, was ich statt dessen unternehme. Da schaut mich gerade eines unserer Hündchen an. Ein Spaziergang wäre jetzt eine perfekte Alternative! Ich werde gleich etwas schneller gehen. Ich habe gemerkt, das ich bei Anstrengungen oder bei der Arbeit ganz schnell auf andere Gedanken komme. Was macht ihr, wenn euch die Suchtgedanken überfallen?
 Tag 412 Nichts viel Neues an der Raucherfront. Was mir zur Zeit besonders ins Auge fällt in die Nase kriecht, ist der kalte Qualm. Dienstags gehen meine Frau und ich immer tanzen, in einem Sportverein. Nur wenige Mitglieder rauchen, jedoch hat sich die Anzahl der Raucher gerade durch Neuzugänge verdoppelt. Nach dem Verlassen unseres Tanzbodens (Aula einer Grundschule), wird noch einmal kurz inne gehalten und über Gott und die Welt geredet. Diesmal stieg mir der Rauch so mächtig und stinkend in die Nase, das ich mich verabschiedete und in einiger Entfernung auf meine Frau wartete.
Als aktiver Raucher bekommt man echt nicht mit, was seine Umwelt ertragen muss. Bin diesbezüglich sehr empfindlich geworden!
 Tag 432 Alarm aus der Statistik-Abteilung meines Blogs! Eine Suchanfrage:
„warum nicht rauchen im taxi?“
Die Antwort ist einfach: Das Gesetz zum Schutz vor Gefahren des Passivrauchens verbietet es seit 1.9.2007. Ich will jetzt keine Paragraphen reiten, es ist so beschlossen. Und dieses Gesetzt ist nicht auf Personen, sondern auf das Fahrzeug beschränkt! D.h. wer sich in ein Taxi setzt darf darin nicht rauchen, nicht der Fahrer, der Monteur oder wenn der Wagen einmal für eine private Besorgung genutzt wird!
 Erst wenn die Karre in Bremerhaven auf einen Seelenverkäufer gen Nordafrika geschickt wird, darf darin wieder gequarzt werden!
Schöne, rauchfreie Zeiten wünsche ich euch!

24.11.2014 Ein Raucher braucht unsere Hilfe!

 28.12.2014 Die Raucherei wird immer weniger zum Thema für mich. Keine Träume, keine Entzugserscheinungen. Ich ertappe mich gelegentlich dabei, wie ich meine Geschichte vom Aufhören erzähle und wie schön jetzt das Leben ohne Zigaretten ist. Ich erzähle mit Stolz, das es sich wirklich gelohnt hat. Raucher werden mir immer suspekter. Da sie heutzutage immer ausquartiert werden, fallen sie immer auf. Jetzt, zur kalten Jahreszeit ist das Rauchen im Freien nicht so besonders angenehm, da werden die „Armen“ richtig bedauert, wenn sie bei Ragen und Kälte ihrer Sucht frönen. Manche verstecken jetzt schon ihre Kippen, wenn ein Bekannter um die Ecke biegt. Wie früher in der Schule, um dem Lehrer zu entgehen, oder zu verheimlichen, das man viel raucht!

Für die nächsten Tage habe ich geplant, nicht zu rauchen, wie immer. Und euch, ob gerade angefangen mit dem Aufhören, oder den alten Hasen wünsche ich ein nikotinfreies Jahr 2015!

11.1.2015 Wieder viele Suchanfragen im Blog. Dazu ein neuer Artikel: Blauer Dunst.

3.2.2015 Heute stieg wieder eine Räucherkammer in mein Taxi. Lustig, das er, noch bevor er sich anschnallte um Verzeihung für seinen Mundgeruch (vom Rauchen) bat und ob ich nicht ein Bonbon hätte, damit sich der Gestank schneller verziehe. Geht`s noch? Ich gebe gern einmal ein Hustenbonbon raus, wenn jemand krank ist oder sich verschluckt hatte. Rauchen gehört eindeutig nicht dazu!

MIr geht es zur Zeit sehr gut. Die hellen Stunden werden mehr und der Frühling wird sicher bald die Schatten verkürzen und auch meine „Winterdepression“ mitnehmen, so wie in jedem Jahr.

Im Fernsehen läuft gerade wieder eine Werbung für Zigaretten-Ersatz. Nikodingens oder so ähnlich. Mich hatte das Zeug (Nikotinpflaster und Kaugummi) kein Stück weiter gebracht. Im Gegenteil! Richtig kirre bin ich geworden davon. Das Zeug ist teuer und schmeckt auch noch Scheisse,… ist doch wahr! Die Kaugummis darfst du nur in der Backe behalten und ab und an drauf kauen, sonst ist die Wirkung gleich weg und der Geschmack ist eckelig. Welche Wirkung eigentlich?

Jetzt gibt es ein Spray. In der Werbung steht ein Typ mit seinem Auto an der Ampel und ist gestresst. „Jetzt eine Zigarette!“, denkt er sich. Stattdessen  holt er eine kleine Sprayflasche von irgendwo her und setzt sich einen Schuß!

Leute, das Zeug macht genauso abhängig wie Nasenspray, wenn man sich daran gewöhnt. Bitte, probiert das gern aus, aber beobachtet genau, was das Zeug bei euch macht. Vor allen Dingen, ob es überhaupt etwas macht.

Spruch des Tages:

Eine Zigarette kann durch nichts ersetzt werden, ausser durch eure Standhaftigkeit!

In diesem Sinne:“Trocken bleiben!“

 21.2.2015 Mir widerstrebt, euch immer wieder mit ollen Kamellen zu nerven, aber es muss sein. Gelegentlich sitzt da ein Idiot auf meiner Schulter und erinnert mich, wie einfach doch die Arbeit von der Hand ging, wenn anschließend eine feine Zigarette lockte. Meine Gehirn klappt sofort das NAVI auf und markiert die Läden in der Umgebung, welche meine Lieblingsmarke führten, sortiert sie nach Öffnungszeit und Entfernung:

„PING:Tanke in Hoope, Entfernung 1500m, Zeitbedarf zu Fuß 20 Minuten, mit dem Auto 1 Minute!“

Verdammt, hört das nie auf? Nein, wahrscheinlich nicht!

 15.3.2015 Der Kollege aus der Zentrale bat mich, ihm auf dem Rückweg eine Schachtel Zigaretten mitzubringen. Da ich mir nicht sicher war, wo seine Sorte zu bekommen ist, mir fehlt ja nun zum Glück die Routine, musste ich es mir erklären lassen. Wie ich noch rauchte, musste mir Niemand sagen, Wo ich Was kaufen konnte.

Dann allerdings geschah etwas, was mich an meine Teenie-Zeit erinnerte. Beim Betreten der Tankstelle, welche die gewünschte Droge feil hielt, schaute ich, ob mich Jemand beim Zigaretten kaufen beobachte, der dann  ggf. bei meiner Frau! oder Kollegen/Bekannten petzen könnte!

Ich hatte ein verdammt schlechtes Gewissen!!!!!!!!!!!!

Nein, ich möchte nicht mehr mit Kippen in Zusammenhang gebracht werden. Bitte fragt mich nicht mehr, welche zu besorgen, ich werden zukünftig verneinen. Und ein Feuerzeug führe ich schon lange nicht mehr mit!

Sauberen Atem wünsche ich Euch!

kippen

 

13.4.2015 Die Zeit vergeht wie im Flug. Fast hätte ich vergessen hier etwas zu schreiben. Rauchen war diesen Monat so weit weg, wie noch nie. Liegt an der Arbeit, die ich zu Hause und im Taxi habe.Alles was ich zur Zeit mache tut mir gut! P.S. Ich habe endlich ein paar Kilos (7) hinter mir gelassen und ein Zwischenziel meines Abnehm-Vorhabens erreicht. Esse wenig Fleisch. *heul*  Hoffentlich sind die Viecher nicht sauer, weil ich ihnen das Grünzeug weg futtere……..!?

1.9.2015 Artikel: 2 Jahre Nichtraucher

11.11.2015 Heute beginnt die Saison der Jecken. Hier im bei uns im Cuxland eher so gefeiert wie „Halloween“, mit kleinen Ausnahmen.

Das aber nur so am Rande. Es fällt mir nicht mehr viel zu diesem Thema ein, oder doch? Wenn ich mich bewusst damit beschäftige schon! Der Grund, warum ich Heute schreibe ist der, das in meiner Statistik seit Gestern viele Zugriffe von Facebook auf explizit diese Raucherseite erfolgen.

Ich begrüße euch in meinem bescheidenen Tagebuch. Sicher werdet ihr parallelen zu eurer Situation finden. Nehmt sie zum Anlass, stark zu bleiben, denn ihr seid nicht allein!

Vielleicht schreibt ihr etwas in einem Kommentar. Mich würde auch freuen, zu erfahren, von welcher Seite ihr hierher kommt (Link)!

Schöne rauchfreie Zeit!

6.1.2016 Ich bin rauchfrei im neuen Jahr angekommen und ihr hoffentlich auch. Zur Zeit  habe ich extrem wenige Momente, bei denen ich ans Rauchen denke. Wahrscheinlich endet das nie. Mir geht es ohne Rauchen wesentlich besser, ich habe Zeit gewonnen. Täglich 20 x 5 Minuten, die ich jetzt für andere Dinge verwenden kann. Ich wünsche ein schönes neues Jahr! 

14.4.2016 Meine Sucht stellt mich regelmäßig auf die Probe. Neulich hatte ich einen sehr schönen Tag verbracht und offensichtlich war mir das noch nicht genug. Eine automatische Erinnerung erreichte meine Lunge. Sie fühlte sich auf einmal so leer und klein an. Zeit für eine schöne Zigarette, als Abschluss eines so gelungenen Tages!

Wer bei Facebook ist kennt das. Unverhofft wählt Facebook irgendein Bild oder Posting aus und schreibt es in deine Timeline und du guckst ganz überrascht.

Dieses verdammte unmenschliche Gehirn macht das genauso. es nutzt einen Augenblick, in dem du nicht damit rechnest!

Im Browser brauche ich die Meldung nur wegklicken und schon ist sie aus dem Sinn. Im realen Leben fängt aber sofort ein Film an zu laufen. Meine Strategie ist dann immer die selbe. Ich schaue noch einmal zurück, denke an die Konsequenzen, die vielen schönen Monate, Jahre, Tage ohne Zigaretten und schon ist der Lungenschmacht besiegt. Auch mehrfaches, tiefes und langsames Durchatmen befreit von der Enge, die man glaubt, nur mit Rauchen zu lösen zu können.

Tapfer bleiben!

3 Jahre Rauchfrei! Artikel vom 30.8.2016

 12.12.2016 Heute kann ich euch wie gewohnt schreiben, das ich immer noch nicht wieder geraucht habe. Es gab  eigentlich nur ein Ereignis im letzten halben Jahr, das mich aufmerken ließ. Anfang November fand in meiner alten Heimat,  Herzberg am Harz ein Klassentreffen statt. Der Abend verlief rechts harmonisch und wie üblich setzte der harte Kern der Klasse den Abend in einer Gaststätte oder Bar fort, bis zum Morgengrauen. Für mich begann das Grauen allerdings schon beim betreten der einzigen in Frage kommenden Kneipe.

Es wurde massiv geraucht. Eben wie es in den 70ern zelebriert wurde. Da ich den Abend nicht sprengen wollte, ertrug ich den giftigen Mief bei reichlich Jim-Beam/Cola. Mir fällt beim besten Willen nicht ein, wie ich diesen Zustand früher einmal toll fand und auch noch aktiv dabei war. Am nächsten Mittag legte ich meine Kleidung zurück in den Koffer. Den Pullover und das Hemd hatte ich schon draussen gelüftet, mußte die Sachen wegen den Geruches tatsächlich in eine separate Tüte packen, weil mir grad schon wieder übel wurde. Tja, so weit ist es nun mit mir.

Nicht mehr zu Rauchen ist das beste, was mir passieren konnte!

Schöne Festtage und einen Guten Rutsch wünsche ich euch!

30.6.2017 Sorry, das ich diese Seite nur noch selten aktualisiere. Rauchen ist für mich sehr weit weg! Sicher, in meinem Umfeld wird hier und da gequarzt, aber das löst bei mir nur ekel und Unverständnis aus. Bald sind es 4 Jahre und ich habe endlich einen erfolgreichen Angriff auf den Nichtraucherspeck hinter mich gebracht. So viele erfolglose Versuche, meine Ernährung umzustellen. Genau so schwer, wie das rauchen aufzugeben. 15 Kg belasten mich jetzt weniger. Nur noch 10 weitere, dann habe ich mein Wunschgewicht erreicht. Drückt mir die Daumen!

Weiterhin frischen Atem für euch alle! 🙂

29.11.2017 In meinem Umfeld befinden sich noch einige Raucher, welche regelmäßig durch starkes Suchtverhalten auffallen. Da in vielen öffentlichen Gebäuden, auch  im privaten Bereich oder im Taxi das rauchen  ich gewünscht ist, nehmen Sie viele Nachteile in Kauf, um ihrem Pläsierchen zu frönen. Zu dieser Jahreszeit wirkt das auf mich schon fast wie eine Selbstkasteiung, wenn sie wegen jeder Zigarette in die Kälte hinaus gehen, ob es stürmt oder schneit!

Da ich das selbst so gehandhabt hatte, weis ich, wovon ich spreche.

Mittlerweile wird mir sogar regelrecht übel, wenn ich ein Raucher-Refugium passiere. Ein ganz besonders ekeliges Beispiel ist die Situation am Krankenhaus in Reinkenheide. Ob an der Dialyse, dem Bäcker oder dem Haupteingang; der Geruch des kalten Rauches steigt mir schon von Weitem in die Nase. Der Anblick reicht oft schon, dann halte ich die Luft an, bis ich in „Sicherheit“ bin.

Ich poste hier den Zustand des Personalaschenbechers an der Nephrologie unter der Notaufnahme. Der Eingang zur Dialyse ist nur ein paar Meter entfernt.

 

Die Situation am Haupteingang des o.a. Klinikums ist so surreal, weil da außer ein paar Besuchern besonders die „Insassen“ Eine nach der Anderen durchziehen. Extrem schaut das dann immer aus, wenn einer im Rollstuhl sitzt, ein Schlauch hängt aus dem Bauch, Einer am am Tropf -welcher selbstverständlich am fahrbaren Ständer mitgeführt wird- !

Von meinetwegen sollen die Leute sich weiter vergiften, aber warum bitte an so einem Ort, den Jeder, der das Gebäude betreten möchte passieren muß. Andere Kliniken haben schon reagiert und die Raucher „unsichtbar“ gemacht, indem sie einen Platz oder eine offene Halle in einem Hinterhof ohne Durchgangsverkehr einrichteten.

So, nun will ich nicht weiter meckern, mit den Ferngesteuerten. Ich wünsche euch eine schöne Vorweihnachtszeit und keinen Rauch im Wohnzimmer, besonders nicht von einer abfackelnden Fichte!

2018

Jetzt habe ich glatt mein 5-Jähriges (30.8.18) verpennt. Herzlichen Glückwunsch an alle, die es auch geschafft haben. Nicht zu rauchen hat es mir ermöglicht, viele  Dinge zu tun, die ich sonst nicht geschafft hätte! Die verplemperte Zeit bei 20 Zigaretten pro Tag à 5 Minuten Rauchzeit summiert sich in 5 Jahren auf 126 Tage! Schon in dieser „kurzen“ Zeit hat ein Raucher seine Lunge über 4 Monate durchgängig mit  Giftstoffen gequält! Aktive Raucher dürfen es gern nachrechnen und dabei ihren eigenen Konsum heranziehen. Ich hatte es wohl schon einmal erwähnt, aber ich wiederhole mich gern. Die eigene Produktivität steigert sich, und das ist nicht nur gut für deinen Boss, sondern auch für dich, denn du hast nun 25 Tage mehr Freizeit zu Verfügung und auch deine Geldbörse wird prall gefüllt sein, um die neu gewonnene Freiheit zu genießen!

Was ich mir für das nächste Jahr Wünsche: „Alles soll so bleiben!“

 

6.3.2020

Diese Seite wird täglich von vielen werdenden Nichtrauchern besucht. Das gibt mir recht, meine Erfahrungen mit dem Entzug öffentlich gemacht zu haben, um anderen beim aufhören zu helfen.

Nach wie vor gehört das Rauchen zu meinem täglichen Leben, denn natürlich gibt es noch aktive Süchtige. Ob als Fahrgast, der auf dem Weg von der Bahn zur Taxihalte schnell noch eine „Heiß“ raucht oder im Raucherraum auf der Kohlfahrt. Und wenn man sie nicht sieht,  riecht man sie.

Ich kann im Gegensatz zu den vergangenen Jahren kann ich jetzt einfach darüber hinweg sehen und nehme es nicht mehr als persönlichen Angriff, mich wieder an das Rauchen zu bringen.

Meiner Lunge geht es gut. Und das Wünsche ich euch auch.

„Tapfer bleiben!“

 

8.9.2020

Letzte Woche besuchte mich ein Freund aus meiner Teenager-Zeit. Damals -in den 70ern- gehörte es zum guten Ton, alle paar Minuten eine Schachtel Marlboro oder Camel herumzureichen, das Jeder sich bediene um gemeinsam zu Quartzen.

Da wir uns, mit Ausnahme einer kurzen Begegnung in den 90ern, seit dem nicht mehr gesprochen hatten, fragte ich ihn:

„Rauchst du noch?“

Er antwortete, das er und seine Frau schon vor 16 Jahren den Absprung geschafft hatten und es eine schwere Zeit war, den Entzug durchzustehen. Wir entdeckten viele Gemeinsamkeiten bei dem Versuch, das Rauchen aufzugeben. Die vielen gescheiterten Entwöhnungen führten letztendlich doch zum Ziel.

Bei mir sind es „nur“ 7 Jahre, aber ich bin immer noch stolz, es geschafft zu haben.

Und ich sag`s nochmal: „Die Vorteile beim Nichtrauchen überwiegen!“

Und das von Jemandem, der voller Genuss ca. 361350 Kippen zum Preis von gut 25000 € abgebrannt hat!

Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbstanfang, bleibt gesund!

 

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de