Fernsteuerung

Auf dem Weg vom Bahnhof zum Zielort dachte ich die ganze Zeit nur darüber nach, welche Krankheiten ich mir jetzt gerade wieder einfange.

Gelegentlich übertreiben es die Fahrgäste. Mit dem Alkohol.

Mein momentaner Mitfahrer hatte aber UNTERTRIEBEN! Und zwar bei der Körperpflege. Wahrscheinlich liegt sein jährlicher Duschtermin in der Woche vor Weihnachten, so müffelte er jedenfalls. Mein Pech! 🙁

Mir drehte sich alles, denn ich atmete nur soviel, das ich nicht auf der Stelle dahin siechte. Schnell, schnell hin, ins rettende Dorf.

„Sie rasen aber ganz schön!“, beschied mir mein Fahrgast zwischen zwei übel riechenden Bäuerchen.

Tatsächlich, ich hatte mächtig auf die Tube gedrückt, unbewußt natürlich. Das letzte Teilstück unserer Tour war diesen Sommer neu asphaltiert worden und lud geradezu zum Cruisen ein. Ich ordnete meinem Bleifuss an, das Tempo auf STVO-konformes Maß zu reduzieren, entschuldigte mich kurz und fuhr mit anschwellenden Adern weiter.

Ich hätte besser Apnoe-Taucher werden sollen, dann könnte ich gute 10 Minuten durchstehen, ohne Luft zu holen. Ich werde einen Grundkurs in Betracht ziehen müssen, denn der Stinkstiefel deutete an, diesen vorzüglichen Fahr-Service die Tage öfter zu benutzen.

4 Kommentare

auf “Fernsteuerung
4 Kommentare auf “Fernsteuerung
    • Zur Zeit esse ich sehr viele Clementinen und ich werfe die Schalen nicht gleich weg, sondern lege sie im Netz in die Türfächer. Das finden die meisten Fahrgäste gut, weil es im Taxi weihnachtlich duftet!

      Für den GAG (größter anzunehmender Gestank) habe ich ein Sprühfläschchen dabei.

  1. Kenn das Problem haben hier auch so einen….. neulich war es so extrem, dass hätte die Tour nur 100 Meter länger gedauert, ich ihn ernsthaft auf seine Körperpflege angesprochen hätte…

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