Das beste Trinkgeld ist…

In meiner Anfangszeit als Taxifahrer war das Trinkgeld noch ein lohnender Faktor in meiner monatlichen Kalkulation. Zwar steigt die Anzahl der Touren und auch der Umsatz, das ist aber dem florierenden VBN-Anruf-Sammeltaxi geschuldet. AST-Kunden geben nur gelegentlich Trinkgeld, da ihr Fahrpreis nur zwischen 0,00 und € 4,00 beträgt. Da ist gefühlt einfach kein Raum für einen dicken Batzen. Das Disco-Sterben trägt auch sein Scherflein bei. Freitags ist nun tote Hose hier auf dem Land.

Nun, ich möchte auch gar nicht wegen der paar Öcken jammern, denn das beste Trinkgeld ist etwas ganz Anderes, denn darauf will ich hinaus.

„Das beste Trinkgeld ist eine geschmeidige Unterhaltung mit geschmeidigen Fahrgästen!“

Da bei mir am Abend fast nur Stammkunden im Taxi sitzen, ergibt sich regelmäßig die Möglichkeit, an bereits begonnene Diskussionen anzuknüpfen und in die Tiefe zu gehen.

Auf manche Fahrten muß ich mich regelrecht vorbereiten.

„HerrTaxifahrer, was gibt es denn Neues?“

Wenn z.B. Herr P. Lauderer zusteigt, muß ich zuerst die politische Großwetterlage umreißen und er sucht sich dann ein Thema aus, das näher beleuchtet werden sollte.

Und diese Kontakte sind mir sehr viel mehr Wert, als der eine oder Andere hingeworfene Euro.

Schönes Wochenende euch Allen!

 

Zu Teuer!

„Das macht € 18,10!“

„So teuer ist das Heute?“

„Nicht nur Heute, an sich ist der Tarif seit 2015 unverändert geblieben!“

„Nein, ich meine das eher so, das das allgemein sehr teuer ist!“

Da mein Gehalt eher auch so dimensioniert ist, das ich mir eine Fahrt mit dem Taxi nur im Notfall gönne, weise ich immer gern auf günstigere Alternativen hin. Da Busse bei uns nur sehr selten fahren, bietet sich in unserem Fahrgebiet die Nutzung des Anruf-Sammeltaxis an. Der Service ist fast identisch, der Fahrpreis jedoch viel günstiger. Und da wir die Fahrzeuge für diese Ergänzung zum ÖPNV stellen, bleibt das Geld auch bei meinem Chef! Win-Win!

„Da habe ich einen guten Tip für sie! Vor ihrer Haustür befindet sich eine Haltestelle für das Sammeltaxi. Sie müssen nur eine Stunde vorher bei Bremerhavenbus anrufen, die Linie und Uhrzeit angeben. Der Fahrpreis beträgt dann  nur 2 bis € 3!“

„Nein, das ist mir zu kompliziert! Eine Stunde, nein, das ist viel zu umständlich!“

„Na, dann zahl halt, du Blödmann!“, schießt es mir durch den Kopf und mein Blutdruck meldet sich an den Schläfen!

Ein weiterer solcher Fall war die Mutter mit ihrer Tochter, welche für hin und Rücktour fast 45 Öcken hinblättern mußten. Die Tochter wollte so gern ein neues Shirt, welches aber wegen des Taxipreises nicht ins Budget passte und somit nicht genehmigt wurde.

Auf meinen Vorschlag, für sich und ihre Mutter doch das nächste mal ein Sammeltaxi zu bestellen und somit ca. € 35 für ihre Klamottenkasse zu haben, trat statt einem Dankeschön auch nur für Faulheit zu Tage. Dazu hätte sie keine Lust, Mutter solle ihr einfach das Geld geben!

Die Moral von der Geschichte:

„Wer so träge ist, der soll bluten!“

 

 

Ausgetrickst!

Das Sammeltaxi ist in unserem Fahrgebiet mittlerweile eine feste Institution und wird von vielen Fahrgästen schon über Jahre genutzt. Es sind besonders viele Stammgäste darunter, die sich auf dieses Transportmittel eingeschossen haben.

Sie fahren:

  • zur Arbeit, zum Sport, zur Oma, nach Hause, zumArzt, zum Shoppen

Und sie versuchen, wie ich neulich berichtete, den Fahrpreis zu drücken, durch vorlegen ungültiger/manipulierter Ausweise oder Mogeln beim Alter. Schwierig ist es immer bei Kindern, den bis einschließlich 5 Jahren zahlen sie nichts, bis zu vollendeten 14 Jahren die günstigste Stufe, € 2,00.

euro

Neulich transportierte ich Mutter und Kind, beide seit Jahren Stammkunden,  vom Oma-Besuch nach Hause. Die  Mutter reicht mir € 3,00 als Bezahlung für sich, so wie gewohnt und für den „Lütten“ Nichts, denn der war immer unter 5 Jahren alt gewesen. Irgendwie, so bin ich nun einmal, erschien es mir ich peinlich, die Mutter nach dem aktuellen Alter zu fragen, denn eigentlich sollte sie sich diesbezüglich von selbst äußern. Also drehte ich mich nach hinten und stellte dem „Kleinen“ die Alles entscheidende Frage:

„Na, wie gefällt es dir den in der Schule!?“

„Ganz Prima!“

Seine Mutti verzog das errötete Gesicht, suchte eine gefühlte 1/4 Stunde in ihrem Portemonnaie nach passenden € 2,00 und drückte sie mir in die Hand.

So Leute, ich möchte jetzt nicht als der böse Abzocker da stehen, der mit Freude und Inbrunst junge Familien schröpft. Aber die Preise sind nun einmal vorgeschrieben und wir werden auf Einhaltung kontrolliert. Da ist es besser, einmal durchzugreifen, als später eine Abmahnung zu kassieren.

Außerdem vertrete ich sowieso die Auffassung, das der ohnehin subventionierte ÖPNV für Jedermann kostenlos sein sollte. Das würde uns vielleicht die idiotische  „Blaue Plakette“ und die Kosten der Einführung Dieser ersparen. Und die Schwarzfahrerquote sänke auf 0%. Sollte die Polizei interessieren, wegen der Kriminalitätsstatistik und der frei gewordenen Arbeitszeit um anspruchsvollere Straftaten zu verfolgen. Es gibt noch 1000 Gründe „dafür“, muß jetzt aber Schluß machen, die Tinte wird langsam immer blasser.

 

Ich, der Aufdecker!

Die Fahrt lief vollkommen unkonzipliert ab. Sie wartete an der Sammeltaxi-Haltestelle und als sie mein Taxischild identifizierte stieg sie ein.

An der Zieladresse trug ich Personenzahl (1), Fahrpreis für den Fahrgast und die Anzeige des Taxameters in den Fahrauftrag ein. Dazu benötige ich die Mitarbeit des Fahrgastes.

„Haben sie eine Monatskarte oder ein Zeitticket? Dann wird es günstiger!“, blickte ich die fragend an.

„Hab ’ne Monatskarte!“, sagte sie, während sie den Kartenumschlag des hiesigen Verkehrsverbundes kurz aus dem Geldscheinfach ihrer Börse liftete und gleich wieder verstaute.

Etwas zu professionell! Für mich jedenfalls. Wer wirklich eine Karte hat, sagt es meistens einfach und dabei bleibt es. Oder sie holen den Ausweis heraus und klappen ihn auf, damit ich nach dem Datum schauen kann.

„Ääh, bitte, ich hab in der Schnelle  nicht kontrollieren können. Zeigen Sie mir bitte die Jarte noch einmal!“

„HIER!“ Deutlich ungehalten wuselte sie das Teil hervor und hielt es hoch. Klar, soweit weg, das ichMaulwurf nichts erkennen kann!

  
„Schulligung,  ich muss das aus der Nähe beäugen!“, zog ich die Karte sie am Arm fassend näher zu mir herüber. Der Fahrausweis war im Januar abgelaufen! Bingo!

Jetzt folgte, was jeder Kontrolleur und auch Politesse täglich auf sich wirken lassen müssen. 

Karte im anderen Portemonnaie, noch nicht ausgetauscht (am 15. ,hehe), Irrtum , Kollegen machen das auch so, ich wäre doch immer so freundlich, bezahle ich nicht, ich beschwere mich über sie,ich wäre ein gnadenloses Arschloch.

Auf so etwas habe ich grundsätzlich keinen Bock und verlangte den vollen Preis, nicht ohne ihr mitzuteilen, das ich meine Kollegen vorwarnen würde!

Mir geht es nicht um die paar Öcken, denn die Differenz zwischen Taxameterpreis und Fahrpreis des Sammeltaxi trägt die Allgemeinheit. Aber das ist der Knackpunkt. Sie bestiehlt in diesem Fall nicht das Taxiunternehmen, sondern uns alle und wer mir etwas klaut…wehe dem :-).

Ich muss noch 3 Stunden, es beginnt gerade zu frieren. Ich hab zwar gern, wenn Alles glatt geht, aber nicht so😏

Fall gelöst, schönen Tag noch.

Wo der Hund begraben liegt, oder Sammeltaxi fahren auf dem Dorf (IchBinImRadio)

Das Cuxland, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2015. Dies sind die Abenteuer des HerrnTaxifahrer der in seinem Taxi mit seiner 1 starken Mann Besatzung seit 5 Jahren unterwegs ist, fremde Wohngebiete zu erforschen, fremde Menschen und deren Verhalten. Viele Kilometer von der Zentrale entfernt, dringt der Wagen mit dem gelben Schild in Feldwege und Sackgassen vor, die nie zuvor ein Mensch gesehen hat!

Nun isses passiert! Der Beitrag ist in der Mediathek von Radio Bremen zu finden.

„Spiel mir das Lied vom Tod“  fand ich ein klein wenig hart aber so ist die Realität hier im Cuxland. Um 10:00 sind die Menschen bei uns auf der Arbeit, oder machen es sich zu Hause schön.

Dafür das wir 3 Stunden unterwegs waren und ich mir den Mund fusselig gequatscht habe, ist diese komprimierte Fassung etwas wenig aussagekräftig, was den eigentlichen Zweck, die Präsentation der ÖPNV-Ergänzung „Anruf-Sammeltaxi“ betrifft und die auf der Strecke blieb. Nun Gut, ich habe in der Vergangenheit schon öfter Radio- und Fernsehinterviews gegeben. Ich hätte es wissen müssen. O-Töne müssen her, lustige Geschichten, damit der Hörer wach bleibt.

In drei Minuten lässt sich die Welt, bzw. unser Taxikosmos eben nicht wirklich erklären. 10 Minuten, gern unterbrochen von neutraler  Musik für den Gang zum Kühlschrank, hätte ich schon angesetzt. Aber die gingen an diesem Tag schon für den Bericht über die verschieden Weihnachtsstollen drauf.

Immerhin, ich hatte etwas Abwechslung und ihr könnt euch jetzt über mich Lustig machen. Auf geht`s!

Und wer es nicht verstanden hat, weil ich genuschelt habe:

Wenn ein betrunkener Axstedter seine Strasse nicht nennen kann, wird er im Winter von mir in der Sparkassenfiliale abgesetzt, damit er nicht erfriert, im Sommer lade ich die Leute bei der Gaststätte Brünjes an deren Eiche ab. Denn ich habe eine Fürsorgepflicht, nicht nur als Taxifahrer. Nach §221 STGB(Aussetzung) mache ich mich sonst ggf. strafbar!

Und die Kotzgeschichte mußte unbedingt da rein, so wollte die Reporterin es haben.

Nun nur noch eine Woche, dann können wir wieder die vierte Zündkerze in den Zylinderkopf schrauben, oder so ähnlich!

 

 

O-Töne, schöne O-Töne brauche ich!

brandrbeins„Mann, mann, mann, das wäre ein sehr schöner O-Ton gewesen!“, platz es aus der sympathischen Radioreporterin heraus.

Die Frage an mich war, ob ich neben den „normalen“ Taxi-Stories von speziellen Sammeltaxi-Erlebnissen berichten könne. Ich plapperte drauflos und die Pointe schlug ein!

Leider war das Aufnahmegerät nicht „ON“ gewesen  🙁

Heute hatte ich Besuch vom Radiosender BremenEINS. Um 9:11, so mein Sammeltaxi-Fahrauftrag, sollte ich Frau Brand vom Bahnhof Stubben abholen und sie würde mich bei einigen Fahraufträgen begleiten. Das Thema der Reportage ist das Anruf-Sammeltaxi- System (AST) in unserem Fahrgebiet.Dabei wird ein Interview mit meinem Brötchengeber, meinen Fahrgästen und meiner HerrTaxifahrerkeit Licht ins Dunkel dieses geheimnisvoll erfolgreichen ÖPNV-Ergänzungsmittel bringen. Hoffe ich wenigstens!

Die nächsten drei Stunden waren mit 4 Touren verplant. Die Fahrgäste wurden befragt ob sie bereit wären ein paar Fragen zu beantworten und fast alle plauderten frei von der Leber. Ich möchte hier noch keine Inhalte verraten, die gibt am 20.12.2015 zwischen 12:00 und 15:00 bei Radio Bremen EINS.

 

brandrbeins

(VLNR: Frau Brand, HerrTaxifahrer) Etwas unscharf, aber ich glaub unsere Stimmung kommt gut rüber. Mehr solche Fahrgäste und ich arbeite umsonst! (Nein Chef, ist nur so `nen Wortspiel!)

 

Es gab zum Glück noch weitere brauchbare O-Töne. Die Zeit verging wie im Flug und ich habe ein gutes Gefühl, das was ich Rüber bringen wollte auch gut verpackt zu haben. Ich bin total gespannt auf den Sendebeitrag, auf das, was nach dem Schnitt noch übrig bleibt.

Ich halte euch bezüglich des Sendetermins auf dem Laufenden.

Schönen 2. Advent 🙂

brandrbeins2fraubrandrbeins

Photobombing mit Blitzer

Auftrag: Sammeltaxifahrt von Haltestelle Logestrasse, Beverstedt nach Stubben.

Es ist meine Gewohnheit, sofern mein Fahrplan korrespondiert, überpünktlich bei Fahrgästen zu erscheinen. Oft steigen diese dann schon früher zu und ich kann mich dann auch zeitiger „Frei“ melden, für weitere Aufträge. Ich stehle also meinen Fahrgästen regelmäßig Zeit! Gut 3/4 der Kunden finden es OK etwas früher als bestellt/erwartet zu fahren, aber das nur am Rande, denn es begab es sich vorgestern so, das ich mich etwa 8 Minuten vor der planmässigen Abfahrt an der o.a. AST- und Bushaltestelle – liegt in einer 30er-Zone –  einfand und auf meinen Fahrgast wartete. Um es dem nachfolgenden Verkehr leichter zu machen, parkte ich etwas auf dem Gehweg, bereit jederzeit Platz für Fußgänger mit Überbreite zu machen.

„Schau da, ein Blitzdingens!“, entfuhr es mir.

Huch!

Ach!

 

Genau auf Höhe meiner AST-Haltestelle hat sich ein Geschwindigkeitsmessgerät in den Rabatten eingenistet. „Na gut, willst keinen Ärger!“, so lies ich das Taxi noch 10 cm vorrollen. Die Wagen hinter mir mussten immer schön früh bremsen, weil sie gezwungen waren, den Gegenverkehr abzuwarten. Was kann ich denn schon dafür!

Schlechte Zeiten für das Blitzdingens. Das stellte wohl auch der Operator fest, weil sein Bussgeldschnitt gerade heftig in den Keller ging. Nach einer kurzen Zeit trabte der Überwachungsmensch an, baute sich neben meinem Wagen auf und bedeutet mir, das Fenster zwecks Aussprache zu öffnen. Um seine Autorität zu untermauern, hielt er mir einen grauen Lappen hin, so einer, der genau so groß und grau war, wie mein erster Führerschein von 1974. Zeit zu lesen hatte ich wenig, weil er, schon als der Fensterspalt nur 2 cm betrug, mit seinem Vortrag begann und ich dachte mir, es wäre sicher lehrreich seinen Ausführungen zu folgen.

„Guten Tag, sie stehen hier schon länger als 3 Minuten! Sie dürfen hier nicht parken! Fahren sie weiter!“

„Aua!“, dachte ich mir so und blickte das Häufchen Mensch an. Er war sichtlich nervös, und ich fragte nach:“Warum zittern sie so?“

„Das ist so meine Art und das geht sie nichts an. Fahren sie hier weg. Ich erteile ihnen hiermit Platzverbot!“. Dieses aufsagend zog ich mein PDA aus der Halterung und zeigte ihm meinen Auftrag, unterrichtete ihn vom Zweck einer Haltestelle und meiner Berechtigung, hier zu sein.

„Sie behindern den Verkehr! Ich fordere sie auf, sonst…..“!

„Tja!“, bevor ihm nun eine Ader platzte, gab ich nach und fuhr in die nächste Einfahrt, stellte mich neben seinen Kontrollwagen und harrte meines Fahrgastes. Ich hatte echt nicht den Funken eines gesteigerten Bedürfnisses, Post von der Behörde zu bekommen. Habe gerade vor 6 Wochen mittels Anwalt ein Bussgeld erfolgreich bekämpft und will mein Karma nicht überstrapazieren!

Als Berufskraftfahrer laufe ich ständig Gefahr, in eine Radarfalle zu tappen, meistens nicht weil ich gern rase, sondern weil manche Strecken einfach zum Cruisen einladen und die modernen Fahrzeuge einen gar nicht mehr spüren lassen, das man zu schnell unterwegs ist. Und so begiebt es sich, das ich einmal pro Jahr heimgesucht werde! Zufällig gerade vorletzte Woche, denn schliesslich war ich das ganze Jahr über „sauber“ geblieben und die Quote zu erfüllen ist mein Unglück.

„23 zuviel in einer 70er. Macht 98,50, bitte!“ Und das nur, weil ich zu Dienstbeginn in den Rückspiegel geschaut hab, ob mein Make-Up in Ordnung ist, statt auf das Tempo zu achten! Und einen Treuepunkt auch noch! Wohlgemerkt, der Erste als Taxifahrer!

Könnt ihr verstehen, das ich Blitzdingense nicht mag?

Ach!

Huch!

 

Im Focus

Am vergangenen Wochenende fand der Herbstmarkt in Hagen im Bremischen statt. Wir Taxifahrer sind selbstredend immer Feuer und Flamme für solche Verstaltungen, weil sie längere Touren versprechen und außerdem für kurze Zeit ein wenig das Ortsbild positiv gestalten und Abwechslung im Taxialltag bieten.

Am Freitag hatte ich wirklich gute Touren und Fahrgäste. Die Disco Pam Pam hatte das Festzelt gemietet und seine Gäste am Freitag dort „verarztet“! Einziger Wermutstropfen war die Regelung für den Taxihalteplatz am Freitag.

Es gab nämlich Keinen!

So mussten die Kollegen und ich die Fahrgäste am Amtsdamm abgreifen. Und der Zugang zum Festgelände liegt genau am Kreisel in der Ortsmitte! Gegen Ende der Veranstaltung herrschte wie immer Taxinotstand und wie in der Fernsehserie „Walking Death“ trat auf einmal aus allen Ecken und Häuserfluchten eine torkelnde und kommunikationunfähige Meute hervor. Um einen besseren Zugriff auf ein Taxi zu haben, setzten sich die Leute einfach in die Mitte des Kreisels und blockierten den Verkehr. Echt gefährlich!

Liebe Gemeinde: Nächtes Jahr einen Halteplatz direkt neben dem Festzelt (viel Platz vorhanden) einplanen und beschildern!

Samstag und Sonntag haben wir das Taxler das selbst geregelt und einfach Stellung neben dem Zelt bezogen.

Samstag war etwas mehr los, das wurde erwartet. Deshalb hatten die Unternehmer auch fast alle Wagen auf der Straße. Es reichte gerade, den Umsatz vom Freitag zu bestätigen.

Hier ein Bild, aufgenommen auf Position 1 meines eigenen Taxistandes, direkt vor dem Festzeltausgang. Ich konnte da immer etwas früher abgreifen, böse wie ich bin! Allerdings mit der Konsequenz, immer mitten im Geschehen zu stehen. Ob Wildpinkler, kopulierende Paare oder Schlägereien, ich musste so einiges ansehen.

pipi

Hinten kuscheln, vorne puscheln!

 

Sonntag Abend verlief dann sehr ruhig und ich konnte  die Wartezeit auf den nächsten Fahrgast bei einem kleinen Schläfchen oder einer leckeren Pizza vom „Hallo“ in Loxstedt verbringen.